Reitpädagogik

Reitpädagogik, Heiltherapeutisches Reiten und Entwicklungsförderung

Die Reitpädagogik umfasst die Bereiche (Freizeit-) Sport (Voltigieren, Reiten), Erlebnis-, Spiele-, Moto-, Wald- und Umweltpädagogik, Entwicklungspsychologie und Therapeutisches Reiten (Hippotherapie, Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren, pferdegestützte Therapie,...). 

Positive Entwicklung der kindlichen Motorik und Wahrnehmung in den Bereichen Fein- und Grobmotorik, Konzentration, Koordination, taktile Wahrnehmung (den Tastsinn betreffend) und Tiefensensibilität (bezeichnet die Wahrnehmung bestimmter Reize aus dem Körperinneren).  Selbstbewusstsein wird gestärkt, gewaltfreie Konfliktlösungen mit den Pferden und/oder Ponys werden erlernt. Im spielerischen Zu- und Umgang mit dem Pferd lässt die Reitpädagogik Förderung und Erweiterung der Kompetenzen einfach geschehen :O)

Entspannung und Selbsterfahrung am Pferd

* Erfühlen der dreidimensionalen Schwingungsimpulse

* Bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers

* Anleitung zur Entspannung

* Lenken der Aufmerksamkeit auf die Atmung und die Empfindungen auf bestimmte Körperbereiche

* Erarbeiten eines korrekten Sitzes

Motopädagogik/Psychomotorik

* Ich/Selbstkompetenz - Körpererfahrung

* Sachkompetenz - Materialerfahrung

* Sozial-Kompetenz - Sozialerfahrung, Gruppenerfahrung

Der Begriff "Psychomotorik" kennzeichnet die funktionelle Einheit psychischer und motorischer Vorgänge, die enge Verknüpfung des Körperlich-Motorischen mit dem Geistig-Seelischen.

Durch Bewegung sammeln Kinder Wissen, sie lernen durch Bewegung. Dieses Wissen bildet die Grundlage für das Lesen, Schreiben und Rechnen!

Wahrnehmung ist die Voraussetzung für jegliches Lernen!

Wahrnehmungsförderung durch Reitpädagogik:

* Die Sinne entwickeln, schärfen und schulen (sich bewegen, sich spüren, hören, sehen, riechen, tasten, schmecken)

* Die Bedeutung und Leistung der Sinne erfahren

* Die Sinne nutzen, um sich die Welt anzueignen, sich in ihr zu orientieren und sie mitzugestalten

* Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sinnesbereichen entwickeln

Die sinnliche Entwicklung fördert gleichzeitig die kognitive Entwicklung, ist eng verbunden mit der Entwicklung des Sprachvermögens und der Denkfähigkeit. Wahrnehmung mit allen Sinnen fördert Konzentration, Aufmerksamkeit und Ausdauer!

Tiergestützte Therapie

* Verbesserung des Selbstwertgefühls, zB durch Erreichen selbstgesteckter Ziele

* Kontaktaufnahme zu Tier und Mensch

* Abbau von Ängsten

* Zulassen von Körpernähe

* Anregen von Kommunikation, Sprache und Zeichen

* Motivationssteigerung durch Kompetenzerfahrung

* Anregen selbstmotivierten Handelns und Lernens, also zu Eigenaktivität

* emotionale Stabilisierung und Entfaltung

* Förderung eines Verantwortungsbewusstseins, zB durch Rücksichtnahme auf das Tier

* Aktivierung eigener Ressourcen

* Spiegeln des eigenen Verhaltens durch sofortige, klare Reflexion des Tieres

* Zurücknehmen eigener Bedürfnisse, Einstellen auf Bedürfnisse des Tieres

* Regeleinhaltung

Wahrnehmungsbereiche und Motorik

* Förderung von Grob- und Feinmotorik, Koordinationsleistungen und sensomotorischer Fähigkeiten aufgrund komplexer Abläufe im Umgang mit dem Tier

* Motivation zur Bewegung

* Stimulation zur Sinneserfahrung fast aller Wahrnehmungsbereiche in lebenspraktischem Bezug

* Optimierung von Krafteinsatz, Kraftdosierung, Kraftaufbau, zB beim Putzen des Pferdes

* Entspannung, zB durch Körperwärme oder das Gefühl, beschützt zu werden

Kognitive Fähigkeiten (geistige Fähigkeit oder Denkleistungen wie Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Planen, Orientierung)

* Förderung von Ausdauer und Konzentration, zB beim Bürsten des Pferdes

* Förderung von Körpersprache und Sprache, zB Pferd hört nur, wenn Reiter Kommando deutlich spricht/zeigt

* Förderung von Gedächtnisleistungen, Serialität, Orientierung, Abstraktion uvm., zB durch das genaue Nachahmen von Bewegungen

Sozio-emotionaler/Psycho-sozialer Bereich

* Verständnis von sich als eigenständige Persönlichkeit erlangen (Identitätsentwicklung)

* Wahrnehmung von unterschiedlichen Rollen in verschiedenen sozialen Gruppen

* Aufbau eines positiven Selbstbildes und Selbstwertgefühls

* Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen und ausdrücken können

* Lernen, mit Grenzen, Frustration/Enttäuschungen und Aggressionen angemessen umzugehen

* angstfrei und neugierig die Welt erkunden können

* Bewusstsein eigener Handlungsfähigkeit

* soziale Bindungen/Beziehungen zu anderen aufbauen

* Aufbau eines Zugehörigkeits- und Sicherheitsgefühls

* sich mit anderen Kindern/Erwachsenen auseinandersetzen und sich auf sie einstellen

* soziale Regeln erfassen und sich darauf einlassen können

* den strukturierten Tagesablauf mit verlässlichen Bezugspersonen und Regeln als Sicherheit und Orientierungshilfe erleben

Beim heilpädagogischen Reiten tritt das Pferd als Medium zur Förderung, Erziehung und Verhaltensänderung von Kindern und Jugendlichen auf. Dabei steht nicht die reitsportliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung über das Medium Pferd im Vordergrund.

Mögliche Symptome bei Kindern mit Lernstörungen:

* Leistungsversagen partieller oder genereller Art

* Konzentrationsstörungen

* Geringe Lernmotivation

* Vorzeitiges Ermüden und Abschalten

* Beeinträchtigte Steuerung und Kontrolle

* Geringes Selbstvertrauen

* Aktivitätsreduzierung

* Reduziertes Anspruchsniveau

* Gestörter Realitätsbezug

Psychogene Lernstörungen können unter anderem aus Umweltbedingungen resultieren. Sie können sich aus einem problematischen sozialen Umfeld wie Familie, bei Trennungen/Scheidungen oder einem negativen Freundeskreis ergeben. Außerdem können sich psychogene Lernstörungen aus einer schulischen Situation ergeben. Konflikte zB durch Schüler-Lehrer-Probleme, Über- oder Unterforderung, zu große Klassen, in denen nicht individuell auf die Schülerpersönlichkeit eingegangen werden kann. Bei der Diagnose von Lernstörungen und bei deren Förderung sind eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen. Eine Lernstörung liegt dann vor, wenn der Leistungsstand deutlich unter dem erwarteten Intelligenzalter liegt.

Therapeutisches Reiten
Therapeutisches Reiten umfasst pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahmen. Diese werden über das Medium Pferd umgesetzt. Die Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsstörungen oder Behinderungen. Dabei steht die Entwicklungsförderung im Mittelpunkt.

Die Bereiche des therapeutischen Reitens sind:

  • heilpädagogisches Reiten (auch Reitpädagogik genannt)
  • heilpädagogisches Voltigieren
  • Hippotherapie (als Physiotherapie)

Im Laufe meiner Arbeit habe ich immer wieder festgestellt, dass die klassische Logopädie bei einigen Kindern an ihre Grenzen stößt. Dies sind Kinder, deren Ursache für die verzögerte Sprache schon in einer viel früher stattfinden Entwicklungsverzögerung zu suchen ist. Die auffällige Sprache ist „nur“ eine logische Weiterentwicklung der schon bestehenden Schwierigkeiten. So finden sich bei vielen Kindern, die mit fünf Jahren und massiven Sprachentwicklungsstörungen zu uns kommen, auch deutliche Einschränkungen im motorischen Bereich. Dies kann sich in erhöhter Unruhe, Gleichgewichtsstörungen, körperlicher Unempfindlichkeit und Ähnlichem äußern. Es hat wenig Sinn, eine multifaktorielle Entwicklungsstörung einseitig behandeln zu wollen. Die erhöhte Wirksamkeit kombinierter Förderung ist mittlerweile mehrfach wissenschaftlich belegt. Leider begegnen wir im Alltag nur wenigen Ärzten, die diese Entwicklung mitbekommen haben. So werden selten Logopädie und Ergotherapie parallel verordnet, sondern höchstens nacheinander. Motorische und sprachliche Entwicklung findet aber nicht nacheinander, sondern parallel und ineinandergreifend statt! Wenn die Entwicklungsbasis der Kinder nicht gegeben ist, werden nachfolgend immer weitere Einschränkungen auftreten.

Die Arbeit mit dem Pferd bietet hier eine wunderbare Ergänzung der therapeutischen Möglichkeiten. Der motorische Bereich kann durch das Reiten auf natürliche Weise gefördert werden und ergänzt die Sprachtherapie auf sinnvolle Art und Weise. Selbstverständlich soll und kann die Logopädie mit dem Pferd keine Ergotherapie ersetzen, sie erweitert lediglich die Möglichkeit einer ganzheitlichen Förderung Ihres Kindes.
Gerade bei langfristigen Therapien erhöht die Anwesenheit eines tierischen Therapeuten die Motivation der Kinder.
Ein weiterer großer Vorteil der pferdegestützten Therapie ist das natürliche Setting. Die Kinder empfinden sich nicht als „eingeschränkt“, sie „müssen“ nicht in erster Linie zur Therapie, sondern „dürfen“ zum Reiten. Das sorgt ganz enorm für eine Stärkung des Selbstbewusstseins.

Sabine Jessner

Reitpädagogin (EAA)

Heiltherapeutisches Reiten

Legasthenie- und Dyskalkulie-Trainerin

(Anmerkung: Es gibt keine Fotos von Heiltherapeutischen oder Heilpädagogischen Förderstunden auf der Homepage)

 

FELDENKRAIS AM PFERD

Dr. Moshé Feldenkrais (1904-1984) ist der Begründer der Feldenkrais-Methode. Im Mittelpunkt dieser Methode stehen Bewegungsmuster, die den Lebensalltag eines Menschen prägen. Er ging davon aus, dass ein Mensch nach jenem Bild handelt, das er von sich hat. Seiner Meinung nach ist dieses Bild teils ererbt, teils anerzogen und zu einem dritten Teil durch Selbsterziehung zustande gekommen. Wenn jemand das Bedürfnis hat sein Handeln zu ändern um z.B. Schmerz erzeugende oder schädliche Handlungsmuster zu ändern oder auch um größere sportliche oder künstlerische Leistungen zu erzielen.

Durch die Wahrnehmung der Bewegungsabläufe wird die Bewusstheit erweitert. Nachteilige Bewegungsmuster sollen gelöst werden und neue Bewegungsalternativen aufgezeigt werden. Jene Bewegungsmuster, die Beschwerden verursachen werden zurückverfolgt und Defizite durch andere, neue Bewegungsmöglichkeiten überbrückt. Durch das Bewusstwerden des eigenen Tuns entsteht eine neue Beweglichkeit für Körper und Geist.

Für Moshé Feldenkrais waren das menschliche Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Bewegen niemals isoliert sondern immer ein Gemeinsames. Bewegung war Ausdruck der ganzen Person und für ihn der geeignete Ansatzpunkt um Verbesserung zu erreichen.

Helfen kann die Feldenkrais-Methode…

  • bei Schmerzbewältigung wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen usw.
  • nach Unfällen, Knochenbrüchen, Tinnitus, neurologischen Erkrankungen
  • bei akuten oder chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat
  • bei Stressfolgen einschließlich Ängsten, Atemproblemen, Anspannung und ständigen Sorgen
  • Menschen, die schon ein hohes Niveau an Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Kreativität erreicht haben und ihre Grenzen ausdehnen wollen (Sportler, Musiker, Schauspieler, Tänzer…)
  • und Menschen, ob jung oder alt, beweglich oder unbeweglich - für Menschen, die sich verbessern möchten

Die 7 Feldenkrais-Elemente:

  • Führen Sie die Bewegungen leicht und anmutig aus
  • Die Bewegung kann in jeder Sekunde angehalten und umgekehrt werden
  • Der Atem fließt ungestört weiter
  • Kein Ruckeln oder Springen unterbricht den fließenden Ablauf
  • Bleiben Sie weit unterhalb ihrer Schmerzgrenze
  • Spielen Sie mit ungewöhnlichen Bewegungen, seien Sie kreativ
  • Beobachten und spüren Sie die Veränderungen, die sich nach jedem neuen Experiment zeigen

Eigene Bewegungsmuster werden am Pferd auf eine sehr angenehme Art und Weise erspürt. Durch verschiedene Bewegungsabläufe am Pferd findet man unterschiedliche Lösungsansätze zu einem Problem und es wird die Wahrnehmung der Bewegung geschult.
Durch das „Hineinfühlen“ in den eigenen Körper spürt man, wo die Bewegungen fließend durchlaufen und in welchen Bereichen eine Störung vorliegt. Gewohnheiten werden einem bewusster gemacht, aber auch die eigenen vielfältigen Möglichkeiten werden erspürt, indem man Gewohnheiten verändert. Die Bewegung des Pferdes nimmt den Menschen in seiner Bewegung mit. Unser Gleichgewichtssystem ist darauf ausgerichtet, sich an Bewegungen zu orientieren. Anpassung, Flexibilität und gleichzeitige Stabilität sind das Ziel auf dem Weg mit der Feldenkrais-Methode.

Mit langsamen, achtsamen Bewegungen zeigt man seine Möglichkeiten auf, diese werden dadurch bewusst gemacht und man bekommt die Chance neue Möglichkeiten/Bewegungsabläufe zu finden und diese abzuspeichern. Qualität entsteht nicht aus Anstrengung sondern aus Achtsamkeit.

Die Feldenkrais Methode hilft auf angenehme Art und Weise die eigenen Bewegungsmuster zu erkennen, verschiedene Lösungen für ein Thema zu finden und die Wahrnehmung für die Bewegungen des Pferdes zu schulen. Sie hilft im Sattel zu fühlen, wo die Bewegungen fließend durchlaufen und in welchen Bereichen sie gestört sind. Sei es im eigenen Körper oder in dem des Pferdes. Neue Bereiche der Kommunikation über die Hilfen entstehen zwischen Pferd und Reiter. Wird die Wahrnehmung feiner und die Lösungswege vielfältiger, kann auch die Sprache leiser, also feiner werden. Und die Wirkung größer.

Diese Art des Reitens verlangt eine andere Art Wachheit im Reiter. Ein Wach sein im eigenen Körperbild, im eigenen Tun und Empfinden. Je bewusster man sich der eigenen Gewohnheiten wird, desto besser kann man auch sein Pferd einschätzen. Das Pferd ist der Spiegel des Reiters. Es entsteht durch das eigene Bewusstsein und das Erkennen neuer Wege eine harmonischere Einheit zwischen Reiter und Pferd.

Die Feldenkrais Methode zeigt uns ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten, hilft Verbindungen im eigenen zu Körper zu finden und schafft mit ungewohnten Bewegungen neuen Bewegungsspielraum. Leistung und Komfort steigen, für Pferd und Reiter.

Bewusstheit durch Bewegung
Lektionen in Bewusstheit durch Bewegung (ATM) sind Anleitungen mit denen der Schüler selbständig experimentieren und forschen kann. Die Anleitungen sind ein Angebot, sich mit dem Zusammenspiel verschiedener Körperteile und des Atems zu beschäftigen. Sich selbst, seine Gewohnheiten und Alternativen kennen zu lernen. Interessant ist, herauszufinden, welche Körperteile in welcher Reihenfolge an einer Bewegung teilnehmen. Gibt es eine durchgehende Bewegungskette, oder „überspringt“ die Bewegung bestimmte Bereiche? Gewohnte Bewegungen werden genauer betrachtet, ungewohnte ausprobiert. So entsteht eine größere Vielfalt von Bewegung  und Beweglichkeit.

Lektion auf dem Pferd
Oft bemerkt man andere Gewohnheiten auf dem Pferd als am Boden. Auf dem stehenden Pferd und auch in Bewegung wird das Bewusstsein für Veränderung durch die Reaktion des Pferdes verstärkt. Das Pferd wird von der ersten Bewegung an mitbearbeitet und spiegelt den Lernerfolg sofort.
Die Voraussetzungen sind ein Pferd, dass seine Reiter gut im Stehen tragen kann. Die Anforderungen an das eigene Körpergefühl sind größer als auf dem Boden. Darum werden die Lektionen kürzer gehalten, und Schrittpausen eingelegt. Das Pferd wird während den Lektionen meist gehalten, bzw. geführt.

Lektion am Boden
Die Lektionen am Boden ermöglichen ein Erkennen der gewohnten Bewegungsmuster und das Entdecken eines neuen Spielraums mit bester Ausnutzung der Schwerkraft. Das Gewicht kann einfacher an den Boden abgegeben werden. Je geringer die Grundspannung ist, desto feiner wird die Wahrnehmung. Und natürlich ist die Konzentration auf sich selbst leichter, da man nur die Verantwortung für sich selbst trägt und nicht gleichzeitig für das Pferd. Sie sind im Liegen, Sitzen oder auch im Stehen möglich.

Ob nach einer Lektion am Boden oder auf dem Pferd, das anschließende Reiten findet erst im Schritt, evtl. auch geführt satt, so dass genug Zeit ist genau hin zu hören, was an Veränderungen möglich wurde. Im eigenen Körper und im Körper des Pferdes.

Das Pferd spiegelt uns in unseren Bewegungs- und Haltegewohnheiten. So kann es sinnvoll sein, auch dem Pferd etwas Körperarbeit vor oder auch nach dem Reiten zu geben. Die Pferde genießen diese liebevolle Arbeit sehr.

Feldenkrais für Pferde
Oft macht es Sinn das Pferd einzubeziehen. So kann der Reiter spüren, wie das Pferd seine Bewegung an ihn weitergibt, wo Blockaden im Bewegungsfluss sind, und wie sie sich evtl. lösen lassen. Das Verständnis des Reiters für das Verhalten seines Pferdes wird besser. Kommunikation entsteht über die Bewegung, und damit Lösungspotential. Linda Tellington Jones hat den Weg gefunden, Feldenkrais für Pferde nutzbar zu machen. So können Pferd und Reiter profitieren.

Wer sich vor allem auf seine Willenskraft verlässt, wird hauptsächlich seine Fähigkeit entwickeln sich anzustrengen und sich daran gewöhnen, sehr viel Kraft für Handlungen zu brauchen, die er ebenso mit viel weniger, aber richtig gesteuerter und dosierter Kraft ausführen könnte.
Es soll nicht einfach eine Handlung durch eine andere ersetzt werden, es gilt vielmehr, die Art zu ändern, wie sie ausgeführt wird.

Moshé Feldenkrais